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Read how our customers rate us on Yelp.com YODEL YUM! It is the best of times, it is the wurst of times. It's that time again . . . Oktoberfest. Whenever (and wherever!) you spot enormous vessels of beer, oodles of pretzels and sausages, tubas, and men in short leather pants all in one place, you can blame it on this Teutonic tradition. And if you happen to find yourself zealously clapping along to a bouncy oompah beat even when you can't tell the difference between a schnitzel and a schnauzer, well, blame it on Zum Schneider. (... MORE) Top 15 Outdoor Place "Although the “biergarten” is actually situated on a sunny Alphabet City sidewalk, German drinking spirit translates to the cramped, cacophonous outdoor tables. Purists approve of the humongous one-liter-size beer mugs ($10 to $14) and pork-heavy menu. Reservations are not accepted for parties smaller than ten (and not at all on weekend nights), making for substantial waits during dinnertime as the crowd lazes away the evening drinking and eating." - July 2 2007 issue NightlifeRankings.com "Zum Schneider reigns in the heart of the East Village on Avenue C as a well kept paradise for beer aficionados. This German beer hall has a classic feel with more than ample seating. Translation: there is no need to buy an overpriced bottle of bubbly just to sit down. The charming beer mugs, salted pretzels, and beer garden ambience make you feel at ease. And, if you cannot bare the thought of leaving your pooch at home, bring him along. Just be warned, preference is obviously given to German Shepards."
Check out the Write up in the VillageVoice about the World Cup at Zum Schneider. Interview with our chef Jake Wolf
23.04.2006
Die blöden Schilder, die vorschriftsmäßig alle Gaststätten in den USA verunzieren, zerstören leider die Illusion: rot leuchtende „Exit“-Zeichen über sämtlichen Türrahmen. Dazu der Spruch auf dem Klo, der beim Gast stets unangenehme Assoziationen weckt: „Employees must wash hands.“ Ach, sonst wär’s hier drinnen doch wie dahoam in München, oder? An der Decke grüßen blau-weiße Hacker-Pschorr-Banner, Ludwig II. lächelt aus goldfarbenem Rahmen von der Wand. Vor ihm ist eine Batterie von Zapfhähnen verankert: Schneider Weiße, Weihenstephaner, Aventinus, Hofbräu, Würzburger, Allgäuer Büble, Spaten Optimator – und andere Sorten. Draußen über der Tür prangt das Holzschild mit dem Namenszug „Zum Schneider“, in Fraktur. Darunter sollen – bei entsprechender Wetterlage – Sonnenschirme Biergarten-Gemütlichkeit auf dem Bürgersteig suggerieren. Doch eigentlich schaut’s hier auf der Straße ganz und gar unbayerisch aus: Mietshäuser aus Backstein mit diesen Feuerleitern à la West Side Story; über den Bürgersteig wackeln die für das US-Stadtbild obligatorischen Matronen; Punker mit nietenbesetzten Lederjacken kauern zwischen Chevrolet-Jeeps und gelben Taxis. Entlang der Avenue flanieren jugendliche Großstädter, die aussehen als wirkten sie in einer angesagten neuen Rockband mit – oder zumindest so als wünschten sie sich das. Wir sind hier in Manhattan, New York City. Genauer gesagt im East Village, in Alphabet City, ganz präzise an der Straßenecke Avenue C/7th Street East. Die Gegend zwischen Avenue A und Avenue D war bis in die 1970er Junkie-Getto, dann kamen nach der Punk-Explosion die so genannten jungen Kreativen und Bohemiens – sie kommen noch immer beziehungsweise mittlerweile wieder. Heute könnte man im Village nostalgische Führungen für Popkultur-Touristen anbieten. Zwanzig Minuten dauert der Fußmarsch vom CBGBs, in dem die Punkband Ramones und Konsorten auftraten, zum schäbigen Apartment-Gebäude, das Grace Jones ein Heim bot, bis vor das mittlerweile herrschaftliche Christodora-House, in dem Iggy Pop eine Eigentumswohnung hat. Diese Tour führt vorbei an indischen, burmesischen, kantonesischen, kolumbianischen, polnisch-slowakischen und wer-weiß-was- noch-für-welchen Restaurants. Alphabet City ist das Grenzgebiet, in dem dieser multikulturelle Amüsier-Eintopf in ein schnörkellos-ärmliches Schwarzenviertel übergeht. Hier also hält das „Zum Schneider“ seit 2001 seine weiß-blauen Wimpel hoch. Noch mit Erfolg: Selbst wenn im East Village mal Party-Flaute herrscht, die Eckkneipe mit dem bayerischen Ambiente ist meist gut besucht. Die amerikanischen Gäste loben – natürlich – vor allem das Bier. Dass die Gerstensaft-Auswahl keineswegs dem stilistischen Reinheitsgebot folgt, fällt ihnen nicht weiter auf: Zwischen die echt-bayerischen Bier-Armaturen haben sich Zapfhähne für Jever und Reissdorf-Kölsch gemogelt. Zwölf importierte Fass- und sieben Flaschenbiersorten gibt es, der halbe Liter für etwa sechs Dollar. Die angebotene Vielfalt soll wohl helfen, die Neugier der unkundigen Besucher zu wecken und dem Appetit auf mehr auf die Sprünge zu helfen. Dabei ist der „Indoor Beer Garden“, so die Werbung, beileibe kein bierseliger Ballermann, sondern eine East-Village- Bar in der sich Szene-Coolness mit bayerischer Gemütlichkeit kreuzt. Einheimische empfehlen das „Zum Schneider“ als „weird place“, als etwas abgedrehten Ort, wo man mal hingehen muss. Die Stereoanlage spielt Neue Deutsche Welle, Hip Hop, bayerische Volksmusik und Rammstein. Die überwiegend deutschen Barfrauen tragen Jeans und Nietengürtel, zu besonderen Anlässen jedoch, wie dem ausschweifend zelebrierten Oktoberfest, auch Lederhose und Dirndl. Das ergibt dann einen gewollten Kontrast zu ihren tätowierten Oberarmen und Springerstiefeln. Bei den Gästen ist vor allem cool sein angesagt. So mögen sich einige auch im Dunkeln nicht von ihrer Sonnenbrille trennen. Musiker, Medienmenschen, europhile Unternehmer, Typen wie der 31-jährige Modedesigner Christian, der stolz auf sein Original-50er-Jahre-Poloshirt hinweist. Junge Kreative also oder auch solche, die sich dafür halten. Inhaber des Ladens ist Sylvester Schneider, ein heiserer 42-Jähriger aus Oberbayern, der jeden mit einem kernigen „Servus“ grüßt. Zum Studium des Jazz-Songwriting war er in die Staaten gekommen, wegen einer Frau und sich einstellender Kinder ist er geblieben. Auf die Frage, warum er in New York einen bayerischen Biergarten aufgemacht hat, antwortet Schneider gern: „Aus Heimweh.“ Aber ist das tatsächlich der Grund? Eher könnte man an eine neue deutsch-amerikanische Hipster-Freundschaft im Zeichen volkstümlicher Erlebnisgastronomie denken. Der ein oder andere Berlin-Mitte-Kundige dürfte da ein seltsames Déjà vu erleben: Ist das „Zum Schneider“ nicht quasi ein New Yorker Pendant zum „White Trash“, jenem amerikanischen Fast-Food-Restaurant im Country-Punk-Stil, das unlängst von der Torstraße an die Schönhauser Allee gezogen ist und dort im Großformat wieder aufgemacht hat? Gewiss, zumindest das alte „White Trash“ war auf die für Berlin-Mitte typische Art exklusiver und subkultureller: Es gab Mitgliedsausweise, Mick Jagger war da und die Djs hatten ein feineres Händchen bei der Musikauswahl. Doch während die „White-Trash“-Macher ihrer Klientel für die Neueröffnung Erniedrigung, Missbrauch und „Tritte in die Fresse“ ankündigten, lädt Sylvester Schneider auch schon mal zum Adventssingen ein. Im Prinzip läuft das Konzept beider Lokale allerdings auf dieselbe Formel hinaus: übersteigerte volkstümliche Kultur plus Punk-Flair. White Trash oder eben Bavarian Trash: Ist Südstaaten- und Motorradrocker-Ästhetik in Berlin nicht wie Sepplhut und Krachlederne in New York? Ist Country hüben nicht wie Blaskapelle drüben? Beide Restaurants pflegen statt durchgestylter Urbanität lieber eine Mischung aus altmodisch tätowierter Härte und heimeliger Futtern-wie-bei- Muttern-Attitüde. Doch nun braut sich über dem Bierhaus etwas zusammen: Schneiders Vermieter will ihn raushaben und hat ihm unlängst eine Räumungsklage zustellen lassen: schlechtes Publikum, zu viel Lärm, Versperren des Eingangs zu den Wohnungen im Gebäude… Gleichwohl, Sylvester gibt sich zuversichtlich. „Dem Vermieter geht es nur ums Geld. Er glaubt, in dieser inzwischen schick gewordenen Ecke kann er den Laden jetzt besser vermieten. Wir haben jedoch schließlich dazu beigetragen, dass diese Gegend zivilisierter geworden ist. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wir ziehen vor Gericht und unsere Chancen stehen gut“, sagt er. Und die Wochenzeitung „The Villager“ zitiert einen Stammgast, Eddie As, der extra aus Long Island City anreist, um bei Schneider einzukehren: „Wo kannst du sonst hier ein ordentliches Bier trinken? Dies ist ein Teil von New York geworden. Wenn du diesen Laden schließt, das ist, als wenn du das Rockefeller Center dicht machst. Es ist eine Schande! Und – es geht nur ums Geld.“ Nun ja, zum 1. Mai gibt’s erst mal eine große Party. Mit Spanferkel am Spieß. Wie dahoam. |
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The New Year's eve show featured several NYC restaurants visited by Ross the Intern. See how Sylvester Schneider showed him how to suck out Weisswurst and other pranks.
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"Deutsch-Amerikanische Freundschaft"
(German-American Friendship)
Please forward to minute 2:37 to see the report about Zum Schneider, and the interview with owner Sylvester Schneider
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"Indoors and out, with fake tree branches hugging the ceiling and umbrellad sidewalk tables, this lively Alphabet City saloon captures the biergarten spirit with blonde-fraulein waitresses, hard and soft pretzels, and thirst-quenching hefeweizen on tap."
DINING IN, DINING OUT/STYLE DESK
$25 AND UNDER
By Eric Asimov
AS a neighborhood, the East Village is like the would-be rockers who walk its streets carrying guitars. As a cuisine, German food is like a guy in lederhosen carrying a tuba.
It's not easy to imagine the guitar and the tuba playing in the same band. But Zum Schneider, essentially an indoor beer garden, is right in the heart of Alphabet City, and it's packing young people in nightly.
The contrast is especially striking given the dearth of German restaurants
in New York City. Except for Silver Swan on East 20th Street and Hallo
Berlin in Clinton, German restaurants tend to be old and tired, decorated
with faded kitsch from the Black Forest and as predictable as an oompah
band's next beat.
Zum Schneider sets no new culinary standards; its simple menu hews closely to the Bavarian formula of wurst, pork and cabbage. But it has accomplished the unlikely feat of making a German place cool. With its cement floor, smoky bar, timbered walls and ceiling, and hip-hop playing in the background, it's easy to imagine Zum Schneider in an equally hip neighborhood in Munich. Tables (with benches) are occupied family style, and while food is delivered to the table, you generally must order at the bar.
If anything, the food plays second tuba to the beer, which Zum Schneider takes very seriously. The bar offers a dozen excellent seasonal draft beers, all German, and 10 more in bottles. Zum takes great care to serve each beer in the correct glassware -- tall vase-shaped glasses for wheat beers, small narrow cylinders for Kölsch and steins for dark and light lagers.
Kölsch, a crisp, delicate specialty of the Cologne region, is rarely seen in New York, so a small glass of the almost minty Reissdorf Kölsch ($3) makes an excellent aperitif as you decide what to eat. It shouldn't take long; the menu, scrawled on a chalkboard, is small. I very much liked the one appetizer, pfannkuchen soup ($3), literally pancake soup, a mild beef broth seasoned only with parsley and a bit of salt and containing slender strips of egg pancakes, the equivalent of light dumplings.
Everything else comes with a potato dish, either fried potatoes or chunky potato salad flavored with vinegar, parsley, onions and garlic, and a cabbage dish, either cinnamon-scented red cabbage or a huge mound of rather neutral sauerkraut.
The best of the main courses is a plump, rosy smoked pork chop ($12), which goes well with a Schneider Weissbier ($7), a medium-dark, tart and fruity wheat beer. Schneider gröstl ($11), the frugal Bavarian's solution for leftovers, is simply a mess of pork and bread dumplings pan-fried together, with or without an egg. I preferred it with the egg, which helped to make up for the meager seasoning. It goes well with a good dark beer, like the malty Ayinger Celebrator ($7) or the potent Spaten Optimator ($7).
The menu inevitably leads to sausages, cooked to a juicy snap and just right with beers as different as the HB Mai-Bock ($7), a distinctive seasonal dark brew, and the sprightly Jever pilsener ($6). The three-sausage platter ($12), with a mellow weisswurst, a spicy wiener and a mild bauernwurst served with both sweet and hot mustard, gets the nod over the schweinwurst ($10), slender, timidly seasoned pork sausages, and a matched set of plump liver and blood sausages ($11).
Zum Schneider offers many enjoyable contrasts, like the group of slender young women enjoying tall vases of wheat beer with their platters of wurst. One evening, a party dressed in lederhosen and dirndls came in, looking like extras from ''The Sound of Music.'' No oompah for them, though. They drank beer and listened to rap like everyone else.
Zum Schneider
107 Avenue C, at Seventh Street, East Village; (212) 598-1098.
BEST DISHES: Pancake soup, smoked pork chop, Schneider gröstl, sausage platter.
PRICE RANGE: $7 to $12, with $3 and $6 appetizer portions.
CREDIT CARDS: Cash only.
HOURS: Kitchen, Monday through Friday, 5 to 11 p.m.; Saturday and Sunday, 11 a.m. to 11 p.m. Bar, open Sunday through Thursday to 2 a.m.; Friday and Saturday to 4 a.m. with snacks.
WHEELCHAIR ACCESS: Main room and restroom are on one level.
(c) The New York Times
The New York Times (May 26, 2002) ANDRÉS MARTINEZ
Sueddeutsche Zeitung (German) (May 4, 2002) Adrian Kreyes
Stern Online (German) (April 30, 2002) Emma Helberg
The New York Times (May 23, 2001) Eric Asimov
Village Voice (January 24, 2001) C. Spartos
Spiegel Online (German) (November 14, 2000) Eva Schweitzer
(Spiegel Online Schwaebisch)
"Zum
Schneider
Ist gut."
Nominated
for the Citysearch
"Best
Bar to Celebrate the Holidays" award
"Best of all were the on-the-house "schnitts" (or half-beers) for the road, which left this critic utterly schnitt-faced. "
Village
Voice "Best of NYC 2001 Award"
14.
November 2000 AUTO | REISE | POLITIK

NEW YORK
Von Eva Schweitzer
Was macht man in New York? World Trade Center? Klar. Broadway? Aber
immer! Und essen? Warum nicht mal so richtig süddeutsch-deftig?
[derselbe Artikel auf Schwaebisch hier]
New York - Diese weißblauen Säulen passen irgendwie
nicht hierher. Nicht in diesen Teil von New York, der Alteingesessenen
noch als Alphabet City bekannt ist. Ein Viertel, das man bis vor fünf,
sechs Jahren am besten gar nicht, und wenn, dann nur bewaffnet und tagsüber
betreten hat, wo Obdachlose zelteten, Crack verkauft wurde und wo es die
einzigen besetzten Häuser der Stadt gab.
Nun also diese weißblauen Säulen vor einem Laden, der "Zum
Schneider" heißt, in Lettern aus Fraktur steht es dran, Avenue
C, Ecke siebte Straße. Sylvester Schneider heißt der Wirt,
er stammt aus dem oberbayrischen Weßling am Ammersee und wohnt um
die Ecke. In der Wirtsstube stehen hölzerne Tische und Bänke
unter Bäumen, entlaubt und weißgestrichen, aber Bäume.
Neun Zapfsäulen sind an der Theke aufgereiht: Hacker-Pschorr, Schneider
Weißbier, Paulaner, Aventinus, Hofbräu und Weihenstephaner,
dazu Dortmunder Union, Jever und Kölsch, das darf man in New York
nicht so eng sehen.
Es wird auch Kölner Karneval gefeiert im "Schneider" sowie Oktoberfest. Zu Essen gibt es bislang nur Weißwürste, Pressack und Leberkäs, denn die diversen New Yorker Ämter haben auch nach etlichen Wochen die Küche noch nicht abgenommen. "Aber morgen kommt die endgültige Bauabnahme für die Wasserleitung", hofft Schneider. Irgendwann werden wir einen Schweinsbraten bestellen können, Grießnockerl oder Leberknödelsuppe. "Und Süßspeisen", sagt Werner Biermeier, der Koch. "Ich denke da an Kaiserschmarrn und Ausg'zogene."
Mein Freund Stephen ist inzwischen eingetroffen und bestellt ein Spatenpils, das - wie alle Biere - fünf Dollar kostet. Stephen kann sich noch gut an die alte Alphabet City erinnern. "Hier wohnten vor allen Puertoricaner", sagt er. "Und es gab eine Menge illegale Musicclubs, die in irgendeinem Keller aufgemacht hatten". Die hatten bestimmt keine bauaufsichtliche Genehmigung.
Draußen vor der Tür - das "Schneider" hat große Flügeltüren - sortiert ein junger Mann Kupferdruckplatten. Er hat sie, leicht beschädigt, gefunden und arrangiert sie auf dem Bürgersteig. Dann kommt er herein und fragt, ob wir etwas zum Schreiben haben. Gemeinsam schreiben wir auf einen Bierdeckel: "It's free - take one", und dann setzt er sich zu uns und fängt an zu jonglieren. Mit Bierdeckeln. Stephen erzählt, dass er auch einmal Jongleur war. Als er noch jünger war, ist er durch Europa gereist und hat sich mit Jonglieren in Fußgängerzonen über Wasser gehalten. Wir bestellen jeder noch ein Bier und holen ein paar Crabsticks, in Öl ausgebackenes Krabbenfleisch von dem chinesischen Take Out gegenüber.
Eigentlich keine Kneipe gewollt
Warum hat Sylvester Schneider eine bayrische Kneipe aufgemacht? "Aus Heimweh", sagt er. Vor zehn Jahren ist er in die USA gekommen. Schlagzeuger in einer Band war er, bekam erst ein Stipendium in Los Angeles und studierte dann Musik in Boston. Danach zog er nach New York, und seine schottische Freundin bekam sofort ein Kind. Und ein zweites. So blieb er hängen. Den leerstehenden Laden hat er vor anderthalb Jahren gesehen, und er hat lange auf den Eigentümer einreden müssen, denn der wollte eigentlich keine Kneipe. Den Ausbau hat der 37-Jährige meistensteils selber gemacht. "Meine Familie kommt vom Bau", sagt er, und dann schimpft er noch auf die amerikanischen Handwerker, die nichts taugten und unzuverlässig seien.
Der Jongleur an unserem Tisch heißt Joe und stammt aus Minneapolis, Minnesota. Er bereist die USA im Auto, in dem er auch schläft. In New York sei es nicht so einfach, vom Jonglieren zu leben. Wir merken, dass niemand die Kupferdruckplatten auf dem Bürgersteig haben will und ändern die Beschriftung. Auf den einen Bierdeckel schreiben wir "5 Dollar", auf den anderen "free". "Man muss von den Leuten wenigstens ein bisschen was verlangen, sonst denken sie, es ist nichts wert", sagt Joe.
Lieder-Hosen
Um den Tresen hat sich inzwischen eine Traube von Amerikanern gebildet, die mit glänzenden Augen zuhören, wie Sylvester Schneider die Herkunft der Biersorten erläutert. "This place is great", sagt einer. "You have beer and you serve it to us." Nicht selbstverständlich im puritanischen Amerika. Dann erzählt der Gast, dass sein Sohn die bayrische Musik heimlich aufgenommen, gebootlegged, habe und sie nun zu Hause abspiele.
Sonntags ab zwölf wird zum Brunch mit "Life Yodeling" geladen, und wir kommen noch einmal vorbei. Aber noch immer hat die Bauaufsicht die Küche nicht abgenommen. Wenigsten gibt es belegte Brote und warmgehaltene Würstchen. Und Kaffee in der Thermoskanne. Schneider steht da in Lederhosen, seine Freundin, im Dirndl, spielt Akkordeon, und er jodelt. Leider nicht sehr gut. Zum Glück nicht sehr laut. Dann unterbricht er das Jodeln und ermahnt seine beiden Kinder, nicht so herumzutoben. Stephen fällt ein, dass er als kleiner Junge auch Lederhosen gehabt habe. "Nennt man die 'Lieder-Hosen', weil er singt, wenn er sie anhat?", fragt er.
(c) Spiegel Online
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Zum Schneider Restaurant & Biergarten
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